EXTRO- UND INTROVERTIERTE HOCHSENSIBILITÄT

Die Art der Wahrnehmung macht den Unterschied, ob jemand hochsensibel ist oder nicht. Wie unterscheidet sich jedoch Extro- und Introversion voneinander? Uneins ist sich hier die Wissenschaft, ob dies genetisch und/oder durch die eigene Biographie bestimmt wird. Fakt ist, wir haben beide Anteile in uns und können diese auch je nach Situation und Notwendigkeit entwickeln. Jedoch gibt es immer wieder Handlungen, Verhaltens- und Denkweisen, in denen sich der introvertiert oder eben der extrovertiert hochsensible Mensch wiederfindet. Folgender Unterschied ist betreffend Denken zwischen Beiden häufig zu beobachten: Während der Extrovertierte eher assoziativ, deduktiv denkt, folgt der introvertiert Hochsensible einem linearen, induktiven Gedankenfluss.

WAS BEDEUTET DAS GENAU?

Zug um Zug, Blick für Blick, Detail für Detail erschließt sich der introvertiert Hochsensible von Innen nach Außen ein Objekt, eine Situation, ein Gedanken-konstrukt und erhält dadurch Erkenntnisgewinn. Ist das Empfinden der Komplexität des Objektes oder im größeren Sinne einer Situation oder einer Aufgabe jedoch zu hoch, kann es sein, dass der introvertiert Hochsensible den Eindruck bekommt, der Sache nicht gerecht zu werden. Die Fähigkeit zum tiefen Eintauchen, dem “Deep Diving” ist jedoch beispielhaft für das  introvertierte hochsensible Denken. 

ANDERS DER EXTROVERTIERT HOCHSENSIBLE

Im assoziativen Angang wird die Oberfläche von Außen nach Innen (deduktiv) Schicht für Schicht durchdrungen, um das gesamte Bild scheinbar ungeordnet nach und nach sichtbar zu machen. Der Extrovertierte reichert dabei eine Situation, eine Aufgabe mit Inhalten und Erkenntnissen an, untersucht, verwirft diese für das Gesamtpicture. Gerade der Anfang einer Sache reizt den extrovertiert Hochsensiblen, da hier eine Vielfalt an Möglichkeiten vorhanden ist, die es zu ordnen gilt, der Komplexität einer Sache, dem guten Freejazz der Gedanken auf der Spur. ✳︎

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