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Kaffee & Konfetti
#8 Hochsensibel im Museum
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Hochsensibel sind wir immer. Auch im Museum. Und genau das wollten wir uns genauer angucken. Wir sind also dort hingegangen, wo die Dinos sind. Ins Naturkundemuseum Berlin. Staunten wie Kinder, kamen an unsere Wertegrenzen, flogen durch den Weltraum und verstanden, wir sind ein Teil vom Großem und vom Ganzen.

UND WAS MACHT DICH GLÜCKLICH IM MUSEUM?

Mach deine eigene Glückschallenge und entdecke deine Hochsensibilität und damit das Glück, das durch deine besondere Wahrnehmung entsteht. Im Folgenden beschreiben wir dir nochmal, was Marie im Erkunden neuer Dinge in der Öffentlichkeit, was Holger glücklich macht. Wähle im Anschluss frei aus dem Bauch heraus, ob du eher der introvertiert hochsensiblen Sicht von Holger oder eher der extrovertierten Wahrnehmung von Marie folgen möchtest. Wenn du mit der Intro-, oder Extroversion unsicher bist, ist eins vorab schon mal gut zu wissen. Wir haben immer beide Seiten in uns. Eine ist jedoch ein wenig mehr ausgeprägt. Lies dir am Besten hier alles in Ruhe durch und entscheide dann einfach aus dem Bauch heraus oder schreibe uns und stell deine Frage.

MARIES GLÜCK – extrovertiert

Als wir einmal eine Austauschschülerin aus Tokio bei uns hatten, fragte ich, warum sie bei jeder Gelegenheit Fotos macht. Sie meinte, das wäre in ihrer Kultur der Zugang Erinnerungen zu bewahren. Im Moment wo sie dies sagte, verstand ich wie ich als eher extrovertiert Hochsensible Neues in der Öffentlichkeit erkunde. Mit einem hohem Tempo und vielen Perspektivwechseln nehme ich Unmengen von Bilder in mir auf. Warum? Weil ich dadurch viele Eindrücke wie bei einer Kamera sammle, um dann aus der Google Earth Perspektive, also eher von Außen einen Ort in seiner Komplexität verstehe kann. Für mich pures Glücksgefühl.                                                                                                                           
Tempo
Eine Stunde Zeit haben und ein ganzes Museum erkunden. Das ist schon an sich Challenge genug. Hat jedoch seinen Sinn für den extrovertiert Hochsensiblen. Denn hohes Tempo ist hohe Energie, die es ermöglicht, mit Adrenalin schnell vorwärts zu kommen, um viel zu erleben. Tempo gibt also den Kick zum Start ins Abenteuer.
Perspektivwechsel
Ungeordnet viel aufzunehmen, wie ein Film mit harten Schnitten, ergibt am Ende für den extrovertiert Hochsensiblen ein Gesamtbild aus vielen zusammengesetzten Puzzlestücken. Die Perspektivwechsel sind wichtig, um viele Aspekte zu berücksichtigen, diese dann schließlich zu kombinieren und daraus wieder ein Ganzes zu machen. Im Theater nennt man dieses Verfahren Dekonstruktion. Nur mal so als Information am Rande.
Quantität
Quantität hat eher einen schlechten Ruf. Menge ohne Herz und Tiefe. Doch dem Ruf wird die Qualität der Quantität nicht gerecht. Durch das hohe Tempo, die vielen Perspektivwechsel gibt es unzählige Eindrücke, die emotional nachhallen. Dadurch entsteht ein körperliches Erleben zum Beispiel eines Museumsbesuches. Ein regelrechtes Nach- und Aufspüren eines Ortes. Viel Quantität schafft dann sozusagen Qualität.

Wenn du auf das rosa Kreuz klickst, erfährst du mehr über die einzelnen Glücksprinzipien.

HOLGERS GLÜCK – introvertiert

Mit dem Kindergarten waren wir regelmäßig im botanischen Garten in Berlin. Viele Kinder rannten sofort zu den großen Palmen und den fleischfressenden Pflanzen. Ich blieb im Eingang stehen zunächst überwältigt von den zahlreichen grünen Pflanzen und den vielfältigen Gerüchen. Ich nahm mir also viel Zeit. Dann entdeckte ich einen sehr kleinen Kaktus. Völlig unspektakulär, aber er erweckte mein Interesse. Als ich ihn ausreichend studiert hatte, erblickte ich eine Schnecke. Intuitiv im Flow meiner Erkundung wollte ich zu ihr und verlor den Anschluss zu meiner Gruppe.
Zeit
Zeit, häufig in Verbindung mit Langsamkeit ist in der Introversion oft eine Voraussetzung für Erlebnistiefe, denn jeder noch so kleine Impuls ist eine große Welt, die möglichst präzise erfasst und sortiert werden will.
Interesse
Wenn alle anderen vor der Mona Lisa stehen und du dich hingegen in eine kleine Zeichnung vertiefst, ist das genau richtig. Introvertierte interessieren sich oft für sehr spezielle Dinge mit bestimmten Eigenschaften, denn sie können gut in gleichsam komplexen wie auch geschlossenen Systemen denken. Vertraue also deinem Interesse.
Flow
Flow ist sich scheinbar wahllos durch einen Ort treiben zu lassen, eben dorthin, wo es sich gut anfühlt. Meist entsteht dabei ein Gefühl wo es als Nächstes hingehen soll. Eins entsteht aus dem anderen. Introvertierte wittern meist körperlich, das was ihnen als Nächstes gut tun wird. Verlass dich drauf.

Wenn du auf das orangene Kreuz klickst, erfährst du mehr über die einzelnen Glücksprinzipien.

Versteinerte Holzwespe (65 Millionen Jahre alt)

Nun bist du eingeladen, wenn du das nächste Mal an einen Ort wie ein Museum gehst, drei Glücksprinzipien entweder von Marie oder Holger anzuwenden. In der Menge deiner Glückschallenges bist du natürlich nicht begrenzt. Wenn du dich zum Beispiel eher in der extrovertierten Hochsensibilität siehst, wähle doch einfach Mal Holgers introvertierte Glücksprinzipien aus und schau was passiert.
Der Spaß an der Sache ist, dass du erkennst:
  • neige ich eher zur introvertierten oder extrovertierten Hochsensibilität
  • wie ist es auf der anderen Seite zu sein. Also eventuell das zu tun, was du eher nicht intuitiv machen würdest. Vielleicht bringt dir dies in deiner Hochsensibilität ganz neue Erkenntnisse: Entspannung für den Extrovertierten. Mut für den Introvertierten.
  • in den Glückschallenges lernst du deine Wahrnehmung zu beobachten und nicht gleich (ab) zu bewerten
  • du nimmst dich in deiner Hochsensibilität wahr und vielleicht auch ein bißchen mehr an
Du willst es probieren, aber da sind noch Fragen, dann schreibe uns.

Du hast bereits deine Glückscallenge ausprobiert und willst uns davon erzählen oder magst einfach unseren Podcast, dann schick uns doch deine Gedanken weiter unten über die Kommentarfunktion.

Wir freuen uns, von dir lesend zu hören.
 
Herzlich,
Marie & Holger