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Kaffee & Konfetti
#14 Hochsensibel auf dem Rummel
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Unsere neue Website ist da! Neugierig? Dann hier entlang…

Wieviel braucht es für das Glück? Wir, Marie, Holger und Aussie Mio wollten es herausfinden und haben uns in der heutigen Folge in die „betreute“ Überstimulation zum Kuscheltiergrabschen, Kettenkarussell, Zuckerwatte und Gruselbahn auf den Rummel begeben.  Zum GlücksBlog!

 

Der GlücksBlog | Thema Überstimulation

Der innere Rummel

Hochsensible Wahrnehmung ist großartig und intensiv. Zu jeder Zeit, an jedem Ort, in jeder Situation deines Lebens, ausnahmslos. Intensiv, weil jede Sache tausende von Aspekte und Möglichkeiten hat. Großartig, weil du dadurch eine hohe Erlebnistiefe bekommst. Ist Marie auf dem Rummel beim Dosenwerfen, dann fliegt nicht nur der Ball auf die Pyramide. Sie betreibt außerdem noch Small Talk mit der Schaustellerin, befragt ihre eigene Beziehung zum Werfen, rutscht in eine Kindheitserinnerung, freut sich schließlich über den bunten Ball, den sie bekommt und philosophiert dann gleich Mal über was “Trostpreis” alles bedeuten kann. Und so ist das bei Marie als extrovertiert Hochsensible nicht nur beim Dosenwerfen, sondern auch beim Kartoffeln schälen, Bad putzen, Einkaufen oder, oder, oder. Intensiv und überstimulierend?

Synapsenterror

System-Overload, Mentaler Börsencrash,  Synapsenterror – es gibt viele Begriffe für Überstimulation, die meisten denken vielleicht einfach: „zu viel.“
Überstimulation ist der Moment, wenn dein feines Nervensystem nicht mehr in der Lage ist innere und äußere Reize zu verarbeiten. Das Ergebnis ist ein erhöhtes Stresslevel. Dabei auftretende Gefühle/Empfindungen können sein: Angst, Wut, Verlust des Körpergefühls, Atemnot, starke Müdigkeit, Lustlosigkeit, Verlustängste, Einsamkeit und vieles mehr.

Warum es ungemütlich wird

1. Ach, zuviel Reize. Du hast einen vollen Tag Arbeit, Telefonate, Einkaufen, Kinder usw. und ab einem gewissen Punkt ist die Menge an dem, was zu verarbeiten ist irgendwie zuviel für Kopf, Herz und Körper. Zeit ist nicht vorhanden und irgendwie müssen die Dinge ja auch gemacht werden. Kommt dir das bekannt vor? Wenn das Wort „Muss“ ein stetiger Begleiter deiner Tage ist, dann ist Überstimulation ein guter Freund deines Alltags geworden.

2. Ich will nicht anders sein. 80% aller Menschen filtern Impulse, die du nicht ignorieren kannst und damit umgehen musst und darfst. Das macht dich anders. Wir verstehen deinen Wunsch dazugehören zu wollen und nicht auf dem Planet der Andersartigkeit festzustecken. Jeder Mensch ist einzigartig. Denk nur mal an Freddy Mercury von Queen. Er hatte einen Vorbiss, konnte dadurch seinen Mund ganz anders öffnen, wodurch er einen unglaublichen Umfang der Stimme bekam. Freddy war anders und fiel vor seinem Erfolg eben auf, jedoch nicht im Schönheitsideal der Zeit. Wenn Andersartigkeit nicht geleugnet werden kann, kannst du zwar mit der Strategie, wie „ich versteh schon, aber“ oder „ich nehm das nicht so ernst“ die Situation punktuell auffangen, aber Glückserleben ist dann nicht so einfach zu ergattern. Das haben wir ernsthaft probiert und sind daran gescheitert. Diese Anpassung an die meist anders tickende Umwelt kostet nämlich super viel Energie, denn du bist ständig am Übersetzen und beschäftigt mit Anpassung. Auch hier ist Überstimulation ein schon fast gewohnter Begleiter im Alltag.

Wieviel braucht, braucht es nicht für das Glück?

In der aktuellen Podcastfolge „Hochsensibel auf dem Rummel“ haben wir bewusst einen Ort der „betreuten” Überstimulation gewählt. Einen Rummelplatz. Es riecht nach Knoblauchbrot, Waffeln, Zuckerwatte, gebrannten Mandeln. Die Buden und Fahrgeschäfte leuchten und glitzern in wilden grellen Farben. Aus jeder Ecke ertönt eine andere Musik, Menschen jauchzen, Kinder lachen. Körperlich wird viel Adrenalin ausgeschüttet. Wir sind also an einem künstlichen geschaffenen Ort der intensiven Stimulation. Und das kann glücklich machen. Denn hier gibt es einen geschützten Rahmen an dem wir die Reize in Fülle und Intensität zulassen und genießen können ohne Angst davor zu haben, dass wir im Alltag aus der Kurve fliegen.
Wie wäre es also, wenn wir unsere intensive Wahrnehmung geschützter ausleben könnten? Eine Frage, die uns Hochsensible umtreibt und die und das versprechen wir, glücklich machen kann. Wenn du dich auf den Weg machst, genau zu schauen, welche Impulse bringen dich in den Flow, welche geben dir ein gutes Lebensgefühl, welche sind okay, welche überstimulierend, dann erlernst du die Grenzen zwischen positivem glücklichen Erleben und stressiger Überstimulation einzuschätzen. Dafür werden wir dir in Kürze ein besonderes Tool an die Hand geben. Genauer gesagt ein GLÜCKSTAGEBUCH. Bis dahin, bleib achtsam, klar und auf dem Weg zu deinem sensiblen Glück.